Red Stones – USA Südwesten

März 2014

Im November - der eindeutig schlimmste Monat in Wien - packte mich die Sehnsucht nach dem amerikanischen Westen, ich suchte eine Winterreise im Internet – und mangels Reisepartner entschied ich mich für eine Kleingruppenreise. Prompt wurde ich fündig: Travel Dream West Tours, eine kleine Reiseagentur in Oregon bot eine Reise in den Südwesten der USA an. Leider gab es aber für den Januar und Februartermin keine Anmeldungen, so wurde es also eher eine Frühlingsreise mit zwei anderen Teilnehmern, weiters mit Helen, unserer Führerin (und Gründerin von Travel Dreams West) sowie Rudi, dem Fahrer.

Samstag, 15. März 2014:

Abflug mit Ziel Las Vegas, wo sich die Gruppe treffen sollte. Den ganzen Winter durchstand ich ohne Erkältung, aber einen Tag vor dem Abflug erwischte sie mich dann doch – keine gute Ausgangsbasis für eine solche Reise! Mit Austrian Airlines fliege ich zunächst nach Chicago, wo endlose Schlangen vor der Immigration stehen. Endlich stehe ich vor dem Schalter, es gibt einige belanglose Fragen und schon geht es weiter: Gepäck entgegennehmen, Zoll passieren und Gepäck wieder abgeben und dann sitze ich in der Maschine der United Airlines. Müdigkeit und Erkältung sind keine gute Kombination, aber immerhin kann ich dadurch ein wenig schlafen. Nach der Landung in Las Vegas nur rasch ins Hotel und ab ins Bett! Das Hotel befindet sich direkt unter der Einflugschneise des Flughafens – nur ein Faktor, der verhindert, dass ich gut schlafen könnte, die anderen heißen Jetlag und Erkältung.

Sonntag, 16. März 2014:

Das Frühstück fällt heute aus. Um 10 Uhr morgens breche ich zu Fuß zum weltberühmten Strip auf – dieser stellt schon ein sehr interessantes Erlebnis dar. Die Wasserfontänen vor dem Bellagio Hotel sind wirklich beeindruckend und das Cesars Palace Hotel hat die Dimensionen eines Flughafens! Casinos, hunderte Spielautomaten, alles abgedunkelt, Spieltische – dazu alles im Stil des alten Roms. Das Venetian Hotel hat nicht nur einen Campanile sondern sogar einen Canale Grande, sowohl im Hotel als auch davor, auf denen singende Gondolieros in ihren Gondeln dahingleiten. Dann noch einen Blick zum Treasure Island Hotel und zum Mirage Hotel. Die Dimensionen dieser Hotels und damit die Entfernungen, die man bei der Besichtigung zurückzulegen hat, sind schon beachtlich. Am späten Nachmittag bin ich dementsprechend müde, daher nehme ich mir ein Taxi und fahre zum Hotel zurück. Der Fahrer kommt aus Russland und war schon einmal in Wien, 1986 wanderte er in die USA aus, Wien war Zwischenstation. Um 18 Uhr treffen sich die Teilnehmer der Gruppe in der Lobby. Das Abendessen findet im Las Vegas Hotel statt, man betritt ein riesiges Casino, hier gibt es unzählige Bildschirme für Sportwetten. Das Abendessen ist gut, es gibt ein Buffet mit unzähligen Speisen, Wein und Bier ist auch inkludiert. Und das alles für 21 Dollar! Man kann essen und trinken so viel man will. Wir fahren zurück zum Hotel, ich packe ein.

Montag, 17. März 2014

Mir geht es gar nicht gut, mein Schnupfen wird immer schlimmer - aber was bleibt mir übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen? Ich hoffe, ich werde durch die landschaftlichen Schönheiten abgelenkt werden. Um 8 Uhr ist Abfahrt, es geht los in Richtung Osten, vor uns liegen ca. 2000 Meilen. Zunächst geht die Fahrt über die Autobahn, die I-15, die wir aber bald verlassen, weiter geht es durch landschaftlich nicht besonders aufregendes Gebiet. Das sollte sich dann aber bald ändern, zunächst aber begegnen wir unseren ersten Kakteen, rund und mit roten Stacheln sitzen sie auf den Felswänden neben der Straße und ziehen die Aufmerksamkeit förmlich an sich. Das erste Ziel auf unserer Rundreise ist das Valley of Fire, der älteste und größte State Park Nevadas, er wurde 1935 eröffnet. Der 141 km² große State Park liegt 80 Kilometer nordöstlich von Las Vegas auf einer Höhe von 610 bis 790 m. Er liegt in der Mojave-Wüste und grenzt im Westen an die Lake Mead National Recreation Area an der Mündung des Virgin River in den Lake Mead. Das Valley of Fire leitet seinen Namen von den roten Sandsteinformationen ab, die sich vor 150 Millionen Jahren aus großen Wanderdünen formten. Zunächst ein kurzer Stopp beim Visitor Center, dann sehen wir sehr gut erhaltene Petroglyphen der Anasazi-Indianer, die in diesem Gebiet lebten. Ihre Spuren werden wir noch öfters auf dieser Reise erleben. Wir fahren die Straße im State Park bis zum Ende, zu den „White Domes“, wo wir eine Wanderung durch die faszinierenden Sandsteingebilde machen. Farben und Linien bilden ein harmonisches Gebilde. Wir gehen durch einen eindrucksvollen Slot Canyon, am Ende der Wanderung erblicken wir einen Gesteinsbogen. Unterwegs stoppen wir bei einem kleinen Supermarkt und kaufen unser Picknick für die nächsten beiden Tage ein. Die Fahrt geht weiter, wir fahren durch den äußersten nordwestlichen Zipfel Arizonas, dann überqueren wir die Staatsgrenze zu Utah. Wir erreichen St. George, wo wir den Mormonentempel (von außen, da geschlossen) besichtigen, sowie das Visitor Center. Die Stadt St. George hat ca. 73.000 Einwohner und befindet sich im äußersten Südwesten von Utah. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1861 und heute zählt sie zu den am schnellsten wachsenden Städten der USA. Der Tempel wurde 1877 gebaut und ist der älteste in den USA, der noch in Betrieb ist. Die Mormonen haben die Geschichte Utahs geprägt und wir werden ihnen auf dieser Reise noch öfters begegnen. Die Gründung dieser Religionsgemeinschaft geht auf Joseph Smith (1805-1844) zurück. Da sie in den östlichen Staaten der USA verfolgt wurden, zogen die Anhänger immer mehr Richtung Westen bis Utah, wo sie heute noch einen großen Teil der Bevölkerung bilden (geschätzte 60 %). Im Januar 1896 wurde Utah als 45. Staat ein voll berechtigtes Mitglied der USA. Mehrere frühere Anläufe, als Bundesstaat anerkannt zu werden, waren an Konflikten der Mormonen mit der amerikanischen Bundesregierung gescheitert, vor allem an Auseinandersetzungen über die mormonische Polygamie. Es ist fast 22 Uhr als wir endlich das Hotel erreichen und todmüde falle ich ins Bett.

Dienstag, 18. März 2014

Am Handy hatte ich es schon gesehen: es hat minus 12 Grad! Brrr! Aber es ist sonnig und heute steht der Bryce Canyon National Park auf dem Programm, und dieser ist einer der Hauptgründe, warum ich diese Reise machen wollte. Also, es bleibt nichts übrig, dick eingepackt und hinaus! Die Anfahrt zum Park ist nur kurz. Erster Stopp ist natürlich beim Visitor Center – immer informativ und auch immer eine Möglichkeit für kleine Einkäufe. Dann fahren wir weiter zum Sunrise Point. Während die anderen zu einer Wanderung aufbrechen, bleibe ich beim Auto, Ich fühle mich dazu heute nicht in der Lage. Wir befinden uns auf 2400 Meter Seehöhe. Das Morgenlicht ist wunderschön und der Schnee zwischen den Hoodoos gibt einen perfekten Kontrast. Ich mache unzählige Fotos, denn die Motive sind einfach zu schön, eine großartige Landschaftskulisse. Der Bryce Canyon ist kein klassischer Canyon, in dem ein großer Strom eine Schlucht ausformte. Stattdessen verdankt der Bryce Canyon seine Existenz dem Zusammenwirken mehrerer geologischer Faktoren: Ablagerung, Hebung und Erosion. Im Jahr 1919 wurde er zum Nationalpark erklärt. Als die anderen von ihrer Wanderung wiederkehren, fahren wir weiter auf der Stichstraße durch den Nationalpark. Es gibt noch verschiedene Aussichtspunkte entlang der Straße, u.a. die „natural bridge“ die eigentlich ein Arch ist. Der letzte Punkt auf der Straße ist der Rainbow Point, er liegt auf 2778 Meter Höhe. Wir fahren die Straße wieder zurück und halten beim Inspiration Point. Die Sonne steht schon tief und färbt die Zacken auf den Hoodoos glühend rot. Tagsüber war die Temperatur erträglich gewesen, aber jetzt friere ich schon sehr.

Mittwoch, 19. März.2014

Heute heißt es wieder Koffer packen, Torrey ist unser heutiges Etappenziel. Auch heute hat es minus 12 Grad. Knapp nach dem Verlassen unseres Hotels gibt es schon einen Stopp, wir machen eine kurze Wanderung zur Mossy Cave. Die Berge, die noch zum Bryce Canyon gehören, glühen im Morgenlicht – ein umwerfender Anblick! Es geht steil hinauf und ich komme ganz schön außer Atem, die Höhe (2500 Meter!) und meine Verkühlung machen mir zu schaffen, aber der Weg ist nicht lang. In der Höhle hängen meterhohe Eiszapfen, ein toller Anblick! Über eine der schönsten Straßen Amerikas, dem All-American Hwy 12 fahren wir Richtung Norden. Der Weg führt durch das Grand Staircase Escalante National Monument, eine landschaftlich wirklich aufregende Gegend. Aber zunächst gibt es noch eine kleine Abzweigung und zwar zum Kodachrome Basin State Park. Dieser liegt einige Kilometer südlich der Utah Route 12 und ca. 30–35 km südöstlich des Bryce Canyon National Park. Hier befinden sich stark erodierte Felsformationen in unterschiedlichen Farbtönen von Rot, Gelb, Rosa, Weiß und Braun, dazu das strahlende Blau des Himmels heute! Dieses breitgefächerte Farbspektrum bekamen Teilnehmer einer Expedition der National Geographic Society zu sehen, die das Gelände im Jahre 1948 erkundeten. In einem Artikel im National Geographic Magazin über diese Erkundung wurde das Gebiet Kodachrome Flat benannt, nach Kodaks Diapositivfilm Kodachrome. Wir erreichen den Escalante Petrified Forest State Park und halten am Wide Hollow Reservoir, einem smaragdfarbenen Stausee. Hier gibt es viele versteinerte Bäume und das Panorama ist toll: der blaue See, umrahmt von den roten Felsen. Vor 140 Millionen Jahren war die Gegend hier flach und Dinosaurier streiften umher – wie die Infoblätter erzählen. Wasser und Erosion, Schlamm und Sand, sowie vulkanische Asche und sehr viel Zeit – das sind die Zutaten, um versteinerte Bäume zu erhalten. Wir machen Picknick hier, es ist recht windig, aber eine der Picknickbänke steht windgeschützt und in der Sonne lassen wir es uns gut schmecken. Bald brechen wir auf, weiter in Richtung Norden, unterwegs ist noch eine längere Wanderung geplant. Über einen mehr als 3000 Meter hohen Pass – und mit Blick auf ein umwerfendes Panorama – erreichen wir Torrey.

Donnerstag, 20. März 2014

Ein wunderschöner Sonnenaufgang taucht die Felsen hinter dem Hotel in glühendes Rot. Von Torrey ist es nur ein kurzes Stück zum Eingang des Capitol Reef Nationalparks. Der obligate Stopp beim Visitor Center, dann geht unsere Wanderung durch den „Grand Wash“ los, wir wandern durch ein ausgetrocknetes Flussbett, links und rechts phantastische Felsformationen. Gegen Ende verengt sich das Tal zunehmend. Man kann sich gut vorstellen, wie sich die Wassermassen hier ihren Weg bahnen können, unzählige Steine liegen im Flussbett. Wir brauchen lange für diese Wanderung, fotografieren viel. Neben dem rauschenden Fremont-River nehmen wir unser Picknick ein, dann haben wir noch eine knappe halbe Stunde Zeit, das Gifford-Farmhaus anzusehen (heute ein kleines Geschäft, wo man lokale Produkte erstehen kann) und einen Kaffee zu trinken. Gleich daneben steht der Obstgarten in voller Blüte – ein schöner Kontrast, die blühenden Obstbäume vor den roten Felsen. Hier wäre ich gerne noch länger geblieben, aber wir müssen weiter. Der Hwy 24 folgt dem Lauf des Fremont Rivers, bald müssen wir wieder halten, denn es gibt phantastische Felsformationen neben der Straße. Wir finden auch einige Stücke versteinerten Holzes und andere schöne Steine. Weiter geht die Fahrt über Hanksville, nächstes Ziel ist der Goblin Valley State Park. Erosion, insbesondere durch Wind und Wasser, haben im Laufe von Millionen Jahren aus dem Sandstein des Tales Figuren geformt, welche an Pilze oder Kobolde erinnern – daher der Name Goblin Valley, Koboldtal. Der Anblick ist wirklich lustig, die Gesteinsfiguren erinnern tatsächlich an Kobolde, manche von ihnen lächeln verschmitzt. Das Tal wurde ca. 1920 von Cowboys auf der Suche nach ihren Rindern entdeckt. Leider ist es bewölkt und daher herrscht nicht das beste Licht für die Fotos. Und weiter geht die Fahrt, Richtung Green River. Es ist schon gegen Abend als wir den Sego Canyon erreichen, wo wir zunächst eine Ghost Town passieren. Im Sego Canyon gibt es lebensgroße Felsmalereien der Anasazi-indianer, Menschendarstellungen mit helmartigen Kopfbedeckungen. Leider sind einige Zeichnungen von Vandalen zerstört, übermalt oder zerschossen. Es gibt hier keinerlei Schutz vor solcher Zerstörungswut und das Gelände ist einsam und völlig unbewacht. Schade, unwiederbringliches Kulturgut wurde mutwillig zerstört. Als wir Moab erreichen, ist es schon ziemlich spät geworden.

Freitag, 21. März 2014

Die vielen bogenförmigen Felsformationen im Arches National Park haben ihren Ursprung in Wasser, Eis und extremen Temperaturen und eine 100 Millionen Jahre lang andauernde Erosion. Wir fahren in den Park hinauf, zuerst zur „Park Avenue“, wo die Gruppe zu einer Wanderung aufbricht. Nächster Stopp ist beim Balanced Rock und dann fahren wir zur Windows Section, wo ich zum Double Arch wandere, den ich vor zwei Jahren nur von der Ferne bewundert habe. Dann fahren wir zum Fiery Furnace Viewpoint und weiter zum Devils Garden. Dann steht noch der Trail zum Delicate Arch auf dem Programm. Es ist bewölkt, aber kurz vor 19 Uhr bricht die Sonne hervor und taucht den Delicate Arch in ein wunderschönes Licht, das Schauspiel währt nur kurz. Dann kehren wir nach Moab zurück.

Samstag, 22. März 2014

240 Meilen liegen heute vor uns, aber bevor wir uns südlich wenden, geht es nordwärts, um dem Canyonlands Nationalpark einen kurzen Besuch abzustatten. Canyonlands – eine riesige Wildnis aus Fels und Stein, darin der Green River und der Colorado River, die Hauptarchitekten dieser Landschaft. Wir wandern zum Mesa Arch, wo es doch einige andere Touristen gibt, die den Bogen in Beschlag nehmen, gar nicht so einfach, zu einem Foto zu kommen. Wir folgen der Straße zu den anderen Aussichtspunkten, fahren weiter zum Dead Horse Point State Park, auch hier war ich vor 2 Jahren bereits. Hier hat man einen tollen Ausblick aus 1731 m Höhe auf den über 600 m tiefer gelegenen Colorado River, der an dieser Stelle eine 180°-Kehre macht. Nun aber geht es in südliche Richtung, wir durchqueren nochmals Moab und fahren auf dem Hwy 191. Wir machen Stopp bei einem Platz, der sich „Hole in the Rock“ nennt. Es gibt einen kleinen Zoo, einige Geschäfte und einige „Kunstgegenstände“ zu bewundern. Bei Monticelli dann nach Westen über Hwy 491, bald überqueren wir die Staatsgrenze zu Colorado. Um 19 Uhr erreichen wir Durango und nehmen unser Abendessen im historischen Strater Hotel ein.

Sonntag, 23. März 2014

Treffpunkt ist heute um 9.30 Uhr vor dem Hotel, es sind nur wenige Schritte zum Bahnhof. Heute steht eine Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn auf dem Programm. Es herrscht eine tolle Stimmung am Bahngleis, die alte Lokomotive wird aufgeheizt. Unter heftigem Pfeifen geht die Fahrt los. Zunächst durch Durango und ebenes Gelände, bald ändert sich das. Wir fahren an einem wunderschönen See vorbei und dann geht es bergauf durch enges, felsiges Gelände. Wir fahren in den Cascade Canyon ein, immer entlang des grün schimmernden Animas River tief unter uns in der Schlucht. Stellenweise liegt noch Schnee. Ich stehe die meiste Zeit im Freien und fotografiere, es ist wirklich eine tolle Fahrt durch diese Landschaft. Der Zug wird von einer historischen kohlenbefeuerten, dampfbetriebenen Lokomotive durch die Wildnis der San Juan Berge im Südwesten Colorados gezogen. Man fühlt sich wirklich in der Zeit zurückversetzt. Im Jahre 1881 verlegte die „Denver & Rio Grande Railway“ ihren Firmensitz nach Durango. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau der Bahn begonnen. Im Juli 1882, nur 9 Monate später, waren die Schienen bis Silverton verlegt und der Transport von Fracht und Passagieren wurde aufgenommen. Diese Bahnlinie wurde konstruiert, um Silber- und Golderz von den San Juan Bergen transportieren zu können. Die Fahrgäste erkannten aber bald, dass es die Aussicht war, die wirklich interessant war. Diese historische Eisenbahn ist seit 127 Jahren im Dauerbetrieb. Nach zwei Stunden stoppt die Lokomotive mitten im Wald des Cascade Canyon, auf dem Niveau des Animas Rivers. Im Winter kann sie nicht bis Silverton fahren, es liegt zu viel Schnee. Eine Stunde beträgt der Aufenthalt hier – viel zu kurz. Der wunderschöne, rauschende Fluss, immer wieder Schneefelder am Flussufer und im Wald, traumhaft! Viel zu rasch ist die Stunde vorbei und die Lokomotive ruft durch ihr Pfeifen die Leute zurück. Um 15 Uhr sind wir wieder zurück in Durango. Wir fahren nun mit dem Auto nach Silverton hinauf, das auf 2837 Meter Höhe liegt. Unterwegs sehen wir eine heiße Quelle, das Wasser läuft über einen bunt gefärbten Stein. Silverton, in den San Juan Mountains gelegen, ist eine historische Stadt, heute leben nur wenige Menschen hier, sie leben praktisch nur vom Tourismus, die Silberminen sind geschlossen. Die Stadt wirkt noch sehr ursprünglich, historische Häuser – die meisten gesperrt im Winter. Wir sind die einzigen, die die Hauptstraße entlang gehen. Dann nehmen wir im „Bear Cafe“ unser Abendessen ein, im Dunkeln geht die Fahrt zurück nach Durango.

Montag, 24. März 2014

Ich nehme Abschied von Durango, hier hat es mir sehr gut gefallen. Unser heutiges Ziel ist zunächst der Mesa Verde National Park, ca. 50 km von Durango entfernt. Über Hwy 180 geht es westlich, das Visitor Center wurde erst kürzlich eröffnet. In Mesa Verde lebten die Anasazi-Indianer ca. von 550 bis 1300 n. Chr. Hier bauten sie ausgedehnte Wohnungen unter den steilen Felswänden. Warum die Siedlungen dann aufgegeben wurden, ist unbekannt. Mesa Verde ist ein dicht bewaldeter Tafelberg, der sich von der umliegenden Landschaft des südwestlichen Colorado um mehr als 600 Meter abhebt und damit an seinen höchsten Punkten eine Höhe von fast 2600 Metern erreicht. Es ist der einzige Nationalpark in den Vereinigten Staaten, der zum Schutz eines archäologischen Ortes eingerichtet wurde. Das Spruce Tree House ist das am besten erhaltene Gebäude hier. Ein sehr schönes Museum gibt es auch. Wir fahren dann noch die Cliff Palace Loop und haben einen schönen Blick auf den Cliff Palace und das Balcony House. Auf der Weiterfahrt kommen wir in das Navajo Reservat, es ist zu spät für das Vierländereck, wir dürfen nicht mehr zufahren, vor wenigen Minuten wurde gesperrt. Wir fahren weiter und erreichen das kleine Städtchen Bluff, wo wir in der Recapture Lodge Quartier beziehen. Ich breche zu einem Spaziergang zum San Juan River auf, man braucht ca. 20-25 Minuten dorthin. Die Lichtverhältnisse im Sonnenuntergang beim Fluss sind sagenhaft schön. Glühend rot sind die Sandsteinfelsen am jenseitigen Ufer. Auf dem Rückweg entdecke ich ca. 20 Geier, die sich dort zur Nachtruhe niedergelassen haben.

Dienstag, 25. März 2014

Am Morgen fahren wir zu einem kleinen Visitor Center der Mormonen, es gibt hier ein Freilichtmuseum, das an den „Hole-in-the-Rock-Trail“ im Jahr 1879 erinnert. Im Herbst 1879 brach die San Juan Expedition der Mormonen auf, eine Siedlung in der südöstlichsten Ecke Utahs zu gründen. Der Weg führte von Salt Lake City und obwohl es Wege gegeben hätte, die leichter passierbar gewesen wären, entschied man sich für diesen, der am westlichen Rand von Glen Canyon führte. Man unterschätzte die Schwierigkeiten des Terrains und brauchte daher sechs Monate, bis die Gegend von Bluff erreicht wurde. 400 Höhenmeter Sandsteinklippen mussten überwunden werden, im Jänner 1880 begann man mit dem Abstieg: 250 Leute, 83 Wägen und über 1000 Nutztiere. Die Wagen wurden abgeseilt und alle Menschen überlebten den Trail. Es gibt einen interessanten Film im Visitor Center, wo eine Dame in ursprünglicher Tracht, nähere Erläuterungen gibt. Das Freilichtmuseum zeigt mehrere Holzhütten mit originaler Einrichtung, Planwägen und Geräte. Auf einer Inschrift sind alle Namen der Teilnehmer dieser Expedition aufgelistet. Dann geht es weiter über den Hwy 163, nach 24 km haben wir die Einfahrt zum Valley of the Gods erreicht. Das Valley of the Gods ähnelt im Aussehen dem wesentlich bekannteren Monument Valley und weist vergleichbare Sandstein-Monolithen und Felsnadeln auf. Es wird deshalb auch als "kleines Monument Valley" bezeichnet. Es liegt auf der gleichen Höhe von rund 1900 m. Diese Landschaft wurde in rund 250 Millionen Jahren durch Wind und Regen geformt. Der Mythologie der Navajo zufolge sind die Felsformationen Plätze der Stärke, an denen die Geister der Vorfahren wohnen. Durch das Tal führt eine 27 km lange unbefestigte Straße. Zurück zum Hwy 163 erreichen wir dann über einen kleinen Umweg den Gooseneck State Park. Vom Aussichtspunkt in ca. 1.500 m Höhe kann man einen Blick auf den San Juan River werfen, der sich im Verlauf von Millionen Jahren gut 300 m tief gegraben hat. Der Fluss windet sich auf einer Länge von 8 km vor und zurück und legt dabei gerade einmal eine Luftlinie von 1,6 km zurück. Hier war ich bereits im Jahr 1996. Hier machen wir auch unser heutiges Picknick, bevor es dann weiter zum Monument Valley geht. Es liegt innerhalb der Navajo-Nation-Reservation und wird von den Mitgliedern des Navajostammes verwaltet. Ungefähr 300 Navajos leben hier, teilweise traditionell in Hogans. Die Gouldings Trading Post war das Hauptquartier von John Wayne und John Ford bei den Dreharbeiten für mehrere Filme. Wir besuchen das John Wayne Museum. Um 17 Uhr treffen wir den Navajo John, der unser Führer bis morgen früh sein wird. Mit seinem Auto fahren wir durch das Valley auf einer mehr als rumpeligen Piste. Er führt uns zu mehreren Plätzen, singt für uns und trommelt, erzählt einiges von den Traditionen seines Volkes, über die Nutzung der Pflanzen und über Geister, die sog. skinwalkers. Heute übernachten wir in einem Hogan, der völlig leer ist. Es gibt auch keine Matte, sondern nur den sandigen Untergrund. Wir erhalten eine Plastikplane, eine dünne, durchgelegene Matratze und einen Schlafsack. John schläft hinter unserem Hogan im Auto (und meint am nächsten Morgen, er schlafe nie gut hier im Valley, sondern nur zu Hause in seinem Bett). Besuch von Skinwalkers erhalten wir nicht, nur vom Wind, der die „Türe“ öffnet und immer wieder den Sand hereinweht.

Mittwoch, 26. März 2014

Endlich ist es 6 Uhr und wir stehen auf. John will uns den Sonnenaufgang im Valley zeigen, der tatsächlich sehr beeindruckend ist. Wir verlassen dann das Valley, verabschieden uns von John und es geht weiter. Ungefähr 130 Meilen sind es bis Page, die Fahrt geht durch die Navajo Indian Reservation. In Page angekommen, fahren wir zu der Agentur, die die Führung in den Antelope Canyon durchführt. Dieser befindet sich in Privatbesitz einer Navajo-Familie, die den Canyon sehr gut touristisch verwertet. Wir sind ungefähr 20 Personen, die auf einem Auto Platz finden, um 10.30 Uhr geht die Tour los. Es ist einigermaßen „luftig“ hier, und wir werden bereits am Auto ziemlich „eingesandet“. Die Fahrt ist relativ lange und führt off road etliche Meilen, bis wir endlich beim Canyon ankommen. Dort müssen wir uns um unseren Navajo-Führer scharen. Der Wind wird immer stärker und damit auch der Sand in den Augen, Mund und Ohren – und an der Kamera. Bevor man die Höhle betritt, kann man nicht ahnen, welche Wunderwelt da wartet. Wasser und Wind haben im Laufe von Jahrmillionen diese tiefe und schmale Schlucht in den roten Sandstein geschliffen, die an manchen Stellen gerade einmal genügend Platz bietet, damit ein Mensch hindurch gehen kann. Durch kleine Öffnungen am oberen Canyonrand gelangt nur wenig Licht in die schmale, aber bis über dreißig Meter tiefe Schlucht. Doch dieses Licht hüllt den Sandstein in alle erdenklichen Schattierungen von Rot über Orange bis Braun. Leider sind selbst zu dieser Jahreszeit viel zu viele Menschen da und wir werden wie Herdenvieh durch den Canyon getrieben. Unser Führer – sein Name ist Chief Tsotsie - nimmt uns einfach die Kameras aus der Hand und macht selbst Fotos, wenn wir zu langsam sind.. Es weht immer wieder viel Sand von oben auf uns, wir sind richtig „paniert“ und leider auch die Kameras. Der Canyon selbst ist grandios und man kann die Eindrücke nicht alle aufnehmen, dazu bleibt zu wenig Zeit. Hier sollte man unbedingt die „Fototour“ buchen, die ist gemütlicher und langsamer. Zurück in Page hat sich der Wind mittlerweile zu einem richtigen Sandsturm gewandelt, ein Picknick fällt also auf jeden Fall aus. So findet unser Lunch im Taco Bell statt. Anschließend fahren wir zum Horseshoe Bend – einem hufeisenförmigen Mäander des Colorado River. Die Schleife ist im lokalen Sprachgebrauch als "King Bend" bekannt und liegt etwa 10 km stromabwärts vom Glen Canyon Dam und dem Lake Powell in der Glen Canyon National Recreation Area. Die Höhe des Aussichtsplateaus beträgt rund 1300 Meter über dem Meeresspiegel und der Colorado River fließt ca. 300 Meter tiefer. Das „Sandstrahlgebläse“ mindert das Vergnügen etwas. Im Programm wäre heute eine Bootsfahrt auf dem Lake Powell zum Navajo Canyon gestanden, aufgrund der Wetterlage ist dies aber nicht möglich. Wir besuchen zunächst also das Powell-Museum, das dem Gedenken an John Wesley Powell gewidmet ist. Powell brach am 24. Mai 1869 mit neun Männern zu seiner wohl bekanntesten Expedition auf. Ausgangspunkt war der Green River in Wyoming, den Powell und seine Begleiter per Boot zunächst bis zum Zusammenfluss mit dem Grand River (damals wurde der Colorado River oberhalb des Zusammenflusses so bezeichnet) in der Nähe der heutigen Stadt Moab folgten. Vom Zusammenfluss abwärts wurde der Fluss als Colorado River bezeichnet, weil die Nebenarme rötlichen Schlamm der umliegenden Gesteinsformationen herantragen. Die Expedition folgte dem Colorado durch die Schlucht des Grand Canyon bis zur Mündung des Virgin River (versunken im heutigen Lake Mead), die nach fast drei Monaten und einer Strecke von mehr als 1500 km erreicht wurde. Das Visitor Center bei der Staumauer des Lake Powell ist unser nächster Programmpunkt. Der Stausee entstand Mitte der 1960er Jahre durch Aufstauung des Colorado River an der Ostseite des Grand Canyon. Niederschlagsarme Jahre und eine verstärkte Wasserentnahme lassen den Wasserpegel des Sees seit Jahren stetig sinken. Mit der Fertigstellung des Glen-Canyon-Staudamms wurde der Glen Canyon ab dem 13. März 1963 vom Colorado überflutet und bis zum 22. Juni 1980 zum Lake Powell aufgestaut. Heute ist der See nach dem Lake Mead (Nevada/Arizona) der zweitgrößte Stausee der Vereinigten Staaten. Bei maximaler Stauhöhe hat er eine Länge von rund 300 km, ist am Damm 171 m tief und bedeckt eine Fläche von 653 km². Mit rund 33,3 Mrd. m³ (= 33,3 km³) Wasser überflutet der Lake Powell damit 96 Canyons und erstreckt sich weit in die Mündungen des von Nordwesten her kommenden Escalante River sowie des von Osten her kommenden San Juan River. Die Küstenlinie des Sees ist mit 3.153 km (1.960 Meilen) länger als die gesamte Westküste der USA. Im September 2012 war die Wassermenge auf nur 61 % gesunken, voll war der See zuletzt 2001. Wir fahren dann noch in die Wahweas Area zum Lonely Rock, allerdings ist der Sandsturm zu stark, ich bevorzuge es, im Auto zu bleiben. Für heute habe ich genug vom Sand. Um 18 Uhr sind wir im Page Boy Hotel. Die Dusche ist eine Wohltat – nach der letzten Nacht und dem heutigen Sandsturm.

Donnerstag, 27. März 2014

Um 7.30 Uhr ist Abfahrt vom Hotel. Über den Hwy 89 geht es in Richtung Grand Canyon. Die Straße ist ganz neu, die alte fiel einem Erdrutsch im Vorjahr zum Opfer und ist noch immer gesperrt. Wir halten bei der Little Colorado Gorge (ausgetrocknet!), hier haben einige Navajo-Frauen Handwerk ausgestellt. Wir erreichen den Grand Canyon NP und stoppen bei Desert View, diese bildet das östliche Ende des Desert View Drive am South Rim des Grand Canyons. Von Osten über den Highway 64 in den National Park kommend ist der Desert View der erste Aussichtspunkt in den Grand Canyon. Am Rande des Canyons steht der 1932 von Mary Colter entworfene und von der Santa Fe Railroad erbaute Desert View Watchtower, ein steinerner Aussichtsturm mit grandiosem Panorama in den Grand Canyon und in die Little Colorado River Gorge. Ich fahre mit dem Shuttle-Bus bis zur Endstation und steige an jeder 2. Station aus (Mariposa Point, Hopi Point, Mohave Point etc.) Am Morgen war das Wetter sehr schön, aber nun vermehren sich die Wolken und die Lichtverhältnisse sind schlecht. An einer der Stationen konnte ich vier Kondore sehen, die über unsere Köpfe rauschten, zwei davon zogen eine richtige Flugshow ab. Wir fahren zum Grand Overview, um den Sonnenuntergang zu sehen, allerdings gibt es eine geschlossene Wolkendecke und sehr spät bricht die Sonne für einen kurzen Moment durch. Es ist eisig kalt hier und wir frieren in den Winterjacken.

Freitag, 28. März 2014

Wir fahren nun am Hwy 89 in Richtung Norden, noch immer in der Navajo Indian Reservation. Wunderschöne Berge, in allen Farbschattierungen links von der Straße. Tiefliegende Wolken werfen ihre Schatten auf die Berge, traumhaft! Wir überqueren den Colorado River beim Marble Canyon, es gibt zwei Brücken hier, eine neue für die Autos, die alte ist für Fußgänger, unter uns der grün schimmernde Colorado-River. Weiter geht die Fahrt, wir stoppen bei eigenartigen, pilzförmigen Felsen. Ich entdecke blühende Kakteen neben der Straße und fotografiere die sich spiegelnden Berge im Colorado River. Hier war einer der frühesten Übergänge am Fluss, inzwischen hat der Ort fast nur noch Bedeutung als Start von Boots- und Raftingtouren auf dem Colorado in den Grand-Canyon-Nationalpark. Lees Ferry liegt auf einer Höhe von 960 m über dem Meer, nahe der Mündung des Paria Rivers in den Colorado, unterhalb der tiefroten Vermillion Cliffs. Der Flussübergang bei Lees Ferry wurde traditionell von den Navajo und anderen Indianervölkern der Region genutzt. Hier kann man die Schönheit des – überfluteten – Glen Canyon noch erahnen. Wir fahren wieder auf ein höheres Niveau, über 2100 Meter. Die Landschaft ändert sich drastisch, viele Ponderosa Pines tauchen auf, es gibt noch Schneefelder. Weiter geht es zum Pipe Springs National Monument, ein Ranger führt uns durch das alte Fort. Es liegt innerhalb der Kaibab Paiute Indian Reservation, besteht aus einer 1872 erbauten Ranch und erinnert an die Geschichte der indianischen Urbevölkerung und die Besiedelung der Region nördlich des Colorado Rivers durch die Mormonen. Es gibt einen Telegraphenraum im Originalzustand zu Zeiten der ersten Telegraphistin Eliza Stewart. Die Ranch war der südliche Endpunkt des Deseret-Telegraphen, der ersten Telegraphen-Linie in der Rocky Mountains Region, und wurde in den 1880er Jahren ein Zufluchtsort, an dem mehrfach verheiratete Mormonen ihre Zweitfrauen und deren Kinder versteckten, als das Polygamie-Verbot durch die Bundesregierung durchgesetzt wurde. Die Beweidung des trockenen Lands zerstörte die Lebensgrundlage der indianischen Bewohner (Kaibab Paiute)– die Konflikte sind sehr gut dargestellt im Film, den man sich im Museum ansehen kann. Weiter geht es, über eine Sandstraße erreichen wir den Coral Pink Sand Dunes State Park. Eine Einkerbung zwischen den Moquith- und Moccasin-Bergen verursacht eine Erhöhung der Windgeschwindigkeit, welche stark genug ist, um erodierten Navajo-Sandstein mitzureißen. Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung Venturi-Effekt bekannt. Wenn der Wind dann nach der Einkerbung das offene Tal erreicht, verringert sich die Geschwindigkeit wieder und der Sand wir dort abgelagert. Der Park liegt in einer Höhe von rund 1.800 m. Nur 107 ha sind geschützt, weitere 485 ha werden von Quads und Motorrädern befahren. Im Sonnenuntergang sollen sich die Dünen rosa verfärben, für mich sind sie eher dunkelgelb wie in der Sahara.

Samstag, 29. März 2014

Der letzte Tag unserer Reise ist angebrochen. Und das letzte Ziel heute ist der Zion Nationalpark, den wir über den Hwy 89 erreichen. Im Zion-Nationalpark haben sich die Flüsse durch die Schichten hindurchgearbeitet und tiefe Schluchten mit senkrechten, bis zu 800 m hohen Wänden und bizarren Felsformationen unterschiedlicher Größe hinterlassen. Je nach den herrschenden Lichtverhältnissen erscheinen die blanken Felswände dem Betrachter in den Farben Grau, Gelb, Orange, Rot, Violett oder Blau. Vom East Entrance fahren wir in den Park, entlang des Zion Mount Carmel Highway. Die Farbschattierungen der Felsen sind wirklich umwerfend und wir hatten Glück: am Morgen strahlte der Himmel. Danach fahren wir den Zion Canyon Scenic Drive, die Shuttle Busse sind noch nicht in Betrieb. Beim Punkt „the Grotto“ halten wir und nehmen unser Picknick ein. Das Hellgrün der Aspenbäume bildet einen fantastischen Kontrast zum Rot der Felsen. Viel zu rasch vergeht die Zeit, um 16 Uhr müssen wir abfahren. Es gibt noch einen kurzen Halt beim Visitor Center, dann fahren wir über Springdale, entlang des Virgin Rivers. Bald schon sind wir auf der Interstate 15, die uns nach Las Vegas zurückbringt.

Sonntag, 30. März 2014

Heute steht noch einmal Las Vegas auf dem Programm. Die südliche Richtung des Strip kenne ich noch nicht. Im Bellagio Hotel gibt es ein stilvolles Cafe und der Capuccino schmeckt hervorragend. Der Tag ist verflogen – und die Nacht wird sehr kurz werden. Um 4 Uhr morgens fahre ich zum Flughafen. Die Flugroute geht wieder über Chicago und dann mit Austrian Airlines zurück nach Wien. Eine zweiwöchige Reise mit unvergesslichen Eindrücken liegt hinter mir. Der Südwesten der USA ist ein landschaftlich unglaublich abwechslungsreiches Gebiet, einer der schönsten Plätze dieser Erde. Ein kleiner Einblick war uns mit dieser Reise erlaubt und obwohl ich hier schon einmal im Jahr 1996 war, hoffe ich, dass es nicht meine letzte Reise in diesen Teil der Erde war. Es warten noch viele schöne Naturwunder hier, entdeckt zu werden. Diese Reise kann man hier buchen: http://www.traveldreamwest.de/winter-usa-nationalpark-reise.htm *Erklärende Texte stammen von Wikipedia und aus den lokal erhältlichen Broschüren